Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das liebe Wetter

Während in Österreich noch sommerliche Temperaturen geherrscht haben war in Trondheim schon lange Herbst. Inzwischen ist zu Hause der Herbst da und bei mir kommt schon bald der Winter ;-)

Die letzten Wochen lassen sich am besten als eine Mischung aus November und April beschreiben: Meist hat es zwischen 5 und 10 Grad untertags. Teilweise ist es nebelig und generell eher feucht. Mindestens einmal am Tag schüttet es wie aus Kübeln, aber auch die Sonne lässt sich immer wieder mal blicken. Sonst ist es bewölkt oder nieselt ein wenig. Und das ganze wiederholt sich mehrmals pro Tag.
Mein Highlight war innerhalb von einem 15 minütigen Spaziergang nach Hause: Regen, Sonne, viel Regen, Sonne.

Meine Winterjacke kommt auch schon immer regelmäßiger zum Einsatz - das erste Mal vor knapp 2 Wochen. Bei 2 Grad gab's keinen Ausweg mehr. Da hat es angeblich in den Wäldern um Trondheim auch schon geschneit. Generell gibt's aber noch keinen Schnee in Trondheim, aber lange brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr darauf warten.

Das vergangene Wochenende haben wir wiedermal auf einer Hütte in der Einöde (auf 700 m) verbracht, wo schon Schnee gelegen ist :-) Da war es in der Nacht auch schon richtig kalt. Aber dazu später noch einmal mehr!

Schnee und strahlender Sonnenschein

Freitag, 7. Oktober 2011

Geirangerfjorden

Inzwischen ist es schon 3 Wochen her, dass wir einen Wochenendausflug Richtung Süden gemacht haben. Von 16. - 18. September ging's mit zwei Autos zum Geirangerfjord und Umgebung.

Die Reiseroute - ca. 1000 km
Start war am Freitag um 12 Uhr. Da man die norwegischen Straßen nicht unbedingt mit den österreichischen vergleichen kann haben wir genug Zeit eingeplant um von A (= Trondheim; in der Karte mit D gekennzeichnet) nach B (= Geiranger) zu kommen. Auf der E6, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Norwegens, darf man fast überall nur 80 km/h fahren - und im Ortsgebiet natürlich noch weniger. Da braucht man schon eine Weile um sein Ziel zu erreichen.
Wir sind die E6 südwärts gefahren und in Oppdal in Richtung Küste abgebogen. An verschiedenen Fjorden entlang gelangten wir dann nach 5-6 Stunden zu unserem ersten "Sightseeing-Punkt" - den Trollstigen.

Trollstigen
Der Trollstigen ist eine sehr bekannte Straße in Norwegen und durchaus sehenswert. Unsere beiden Autofahrer haben die Fahrt hinauf sehr genossen ;-) Oben angekommen gibt es eine Aussichtsplattform, von der man einen sehr schönen Blick auf die Straße und das gesamte Tal hat.

Von hier aus waren wir nur mehr (verhältnismäßig) wenige Kilometer und eine Fährüberfahrt von unserem eigentlichen Ziel entfernt. Geiranger selbst hat außer Tourismus nichts zu bieten und ist wirklich kein besonderer Ort. Der Fjord und die Umgebung sind allerdings wirklich wunderbar :-) Der Geirangerfjord gilt als einer der bekanntesten und schönsten Fjorde Norwegens.
Geirangerfjord
Um ca. 20 Uhr sind wir dann in unserer Hütte angekommen. Dann wurde gleich mal gekocht (süße und saure Palatschinken) und anschließend ein gemütlicher Abend genossen.

Am Samstag haben wir ausgiebig gefrühstückt und uns dann wiedermal ins Auto gesetzt. Ziel war der 25 km entfernte Aussichtspunkt Dalsnibba (auf 1500 m). Da das Wetter ausgezeichnet war haben wir befürchtet, dass auch sehr viele andere diese Idee haben werden. Wir waren aber dann bis auf 5 andere Leute alleine. Es war auch ziemlich windig und kalt. Und wir haben die ersten Fußspuren im Schnee hinterlassen können ;-) Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt - wie man vielleicht auf den Fotos erkennen kann!

Ausblick von Dalsnibba
Auf dem Weg zurück nach Geiranger haben wir noch bei einem sehr schönen See am "Fuße des Berges" (auf 1000 m) halt gemacht. Zum Baden war's zu kalt, aber bis zu den Knien sind wir trotzdem reingegangen ;-).
Anschließend sind wir in der Nähe unserer Hütte wandern gegangen. Vorbei an vielen Schafen ging's zu einem Wasserfall wo man sogar hinter den Wasserfall gehen hat können. Daniel, Willelm und ich sind dann noch nach Løstad (etwas nördlich von Geiranger) weitergewandert, während die anderen sich auf den Weg zurück zur Hütte gemacht haben. Von dort hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Fjord. Leider gibt's keine Fotos, weil der Akku der Digitalkamera ausgegangen ist.
Zurück in der Hütte haben wir uns Nudeln mit Sugo gekocht und den Abend mit etwas Bier und Kartenspielen ausklingen lassen.

Am Sonntag haben wir schon um 9 unsere Hütte verlassen und uns noch weiter Richtung Süden begeben. Letztes Ziel vor der Heimreise war der Jostedalsbreen Nationalpark, wo der größte Gletscher des europäischen Festlandes zu finden ist.
Mit dem Auto ging es nach Briksdal (Punkt C in der Karte) von wo aus wir dann zu Fuß zum Fuße des Gletschers gewandert sind. Leider sind wir nicht ganz bis zum Gletscher gekommen, weil die letzten Meter wegen Steinschlaggefahr gesperrt waren. Nichts desto trotz war es die Reise auf jeden Fall wert!

Am Fuße des Gletschers
Nachdem der Weg nach Hause weit war haben wir uns dann auch schon auf dem "schnellsten Weg" zurück nach Trondheim gemacht. Unterwegs in der norwegischen Einöde auf schmalen Straßen und teilweise Schotterstraßen ging es nach Dombås. Dort sind wir wieder auf die E6 abgebogen und durch das Dovrefjell (Nationalpark) zurück nach Oppdal und dann weiter nach Trondheim gefahren.

Zwischen Briksdal und Dombås hab ich sogar noch ein kleines Stück Heimat erlebt: Ein Ford Transit mit LL-Kennzeichen :-). Die Welt ist ein Dorf.

Die Reisegruppe: Willelm, Niels, Ich, Alizée, Daniel, Moritz, Marie und Bastian (v.l.n.r.)

Montag, 26. September 2011

Grüße aus dem Norden

Bei viel Regen (was heute wiedermal der Fall war) hat man dann immerhin die Chance, einen schönen Regenbogen zu sehen :-)


Ende der Woche werd' ich mir dann wiedermal Zeit nehmen und Fotos und Berichte online stellen.

Bis bald!

Mittwoch, 21. September 2011

Uni, Uni und Freizeit

Inzwischen hat die Uni schon richtig begonnen und ich hab auch gerade einiges zu tun. Da ich die Wochenenden bisher trotzdem für Freizeitaktivitäten genutzt habe, ist es dafür unter der Woche stressiger ;-).
Die Kurse hier in Trondheim sind anders aufgebaut als zu Hause. Ein Kurs besteht so gut wie immer aus einer Vorlesungen und mehreren Übungen oder Projekten, die man alleine oder in Gruppen bewältigen muss. Und am Ende des Semesters gibt es dann meist auch noch eine Prüfung. Da ich in jedem meiner Kurse 3-4 Übungen/Projekte machen muss während dem Semester wird mir bestimmt nicht langweilig.

Ich habe außerdem mit einem Norwegischkurs (Einführungskurs) begonnen, der bisher viel Spaß macht :-) Wenn man Deutsch schon kann hat man eindeutig einen großen Vorteil, da sich die Sprachen doch sehr ähnlich sind.

An den letzten beiden Wochenenden haben wir auch wieder etwas unternommen. Von 10. bis 11. September haben wir wieder eine Nacht auf einer Hütte verbracht (diesmal mit Strom und Sauna!) und letztes Wochenende (16. - 18. September) stand ein längerer Trip nach Geiranger (und Umgebung) an.

Berichte (und Fotos) von den Reisen folgen bald - ein kleiner Vorgeschmack aber schonmal hier...

Sonnenuntergang am Geirangerfjord

Trollstigen - die wohl bekannteste Straße Norwegens

Mittwoch, 14. September 2011

Flåkoia - Hüttenwochenende #1

Der Sportverein der NTNU besitzt eine Vielzahl an Hütten in der näheren und weiteren Umgebung von Trondheim. Mitglieder des Sportvereins können diese mieten und Zeit dort verbringen und übernachten.

Diese Hütte sind teilweise sehr begehrt - vor allem die für über 20 Personen mit Sauna. Jeden Mittwoch um 8 Uhr früh startet die Reservierung für die jeweils kommende Woche. Will man seine Wunschhütte haben sollte man früh aufstehen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir waren schon um 6 Uhr beim Anmeldeschalter und wir waren nicht die ersten in der Schlange ;-) Gott sei dank wollten die zwei vor uns eine andere Hütte und wir haben unsere bekommen.

Von Freitag 2.9. bis Sonntag 4.9. verbrachten wir ein Wochenende in der Abgeschiedenheit :-) Ohne Strom und fließendem Wasser in the middle of nowhere/norway!

Freitag Nachmittag sind wir (9 Leute vom Studentenheim) mit zwei Autos Richtung Süden aufgebrochen. Nach einer langen Autofahrt (sind im Stau gestanden) und ein klein wenig verirren haben wir dann schlussendlich unsere Hütte gefunden. Zu allererst sind wir natürlich gleich einmal in den See baden gegangen.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit Kochen am Lagerfeuer, Essen und quatschen. Außerdem sind wir noch auf das mit Gras bewachsene Hüttendach geklettert und haben eine Bootsfahrt am See gemacht :-)

Am Samstag stand dann ausgiebig Frühstücken und Wandern am Programm. Dank unseren Navigatoren Bastian und Moritz, einer Landkarte und einem Kompass haben wir auch wieder zurück zur Hütte gefunden. Dann wurde auch gleich wieder das Lagerfeuer gestartet und die "Vorspeise" vom Abendessen genossen: Würstel, Brot und Käse aufspießen und grillen :-)
Später haben wir dann noch Spagetti mit Gemüsesugo (kein Fertigsugo!!) gekocht. Den restlichen Tag/Abend haben wir am Lagerfeuer verbracht. Es war sogar eine Gitarre in der Hütte. Sie hatte aber leider nur zwei Saiten, was uns aber nicht davon abgehalten hat zu singen!

Nach einem Frühstück (= soviel wie möglich aufessen) haben wir noch viele Heidelbeeren gesammelt und die Hütte wieder gereinigt bevor wir nach Hause aufgebrochen sind. Natürlich haben wir auch noch einen Wegweiser gebastelt und auf einem Baum befestigt (siehe Fotos).
Zurück im Studentenheim hat jeder zuerst ausgiebig geduscht und anschließend gab's Pancakes mit Heidelbeeren :-)

Frankreich, Spanien, Deutschland, Niederlande, Schweiz und Österreich :-)

Montag, 12. September 2011

Trondheim bei Tag/Nacht/Sonne/Regen

Hier gibt's noch zusätzlich einige touristische Fotos von meinem schönen Studienort, die sich bisher angehäuft haben.

Viel Spaß :-)

Sonntag, 11. September 2011

Zimmer und Studentenheim

Mal ein paar Worte zu meiner Behausung hier in Trondheim...

Ich bin in einem Studentenheim untergebracht, das dieses Semester zum ersten Mal in Verwendung ist. Das heißt jetzt aber nicht, dass es sich um ein neues und schönes Heim handelt.
Das Gebäude ist nämlich schon eher alt und ein Teil davon (das jetztige Heim) ist eine Weile leer gestanden. Zuvor war es... *Trommelwirbel*... ein Altersheim - wie ihr auch auf den Fotos noch sehen werdet ;-)

Also das Studentenheim ist jetzt nicht unbedingt sehr schön (na gut, war das Lerchi ja auch nicht), aber inzwischen ist es wirklich sehr gemütlich und man sieht über diese Dinge auch schon hinweg. Das Leben im Studentenheim wird ja von den Menschen darin geprägt - und das klappt wunderbar :-)

In meinem Stock wohnen lauter nette Leute und das Zusammenleben funktioniert wirklich recht gut. Wir müssen unsere Zimmer, den Gemeinschaftsraum, den Essraum, die Küche, die Bäder und die Toiletten ja selber putzen und da ist es schon gut, wenn man sich auch auf die anderen verlassen kann, dass das auch wirklich passiert. Da gibt's in anderen Stöcken schon größere Probleme.
Aber dank unseres tollen Putzplans, den unser Floor Supervisor Michael erstellt hat, gibt es kein Entrinnen und eine faire Einteilung der Aufgaben.

Fotos vom Studentenheim

Noch eine Anmerkung zum Zimmer:
Ja, es ist wirklich extrem klein, das sieht nicht nur am Foto so aus. Und ja, fast alle Zimmer im Stock sind größer als unseres, die anderen 3-4 sind auch so klein ;-)
Und ein großes DANKE für die Zimmerdeko :-) Ein paar Fotos fehlen noch, aber leider ist das Klebeband ausgegangen.