Mittwoch, 26. Oktober 2011

(Unnützes) Norwegen-Wissen #5

Und weil es grad so gut passt: ein kleiner Eintrag zum Thema "Sonnenstunden in Norwegen".

Seit ich hier bin ist es ja jetzt rapide bergab gegangen mit den hellen Stunden. Jeden Tag verlieren wir ein paar Minuten Sonnenlicht. Derzeit geht es besonders schnell.

Hier ein kleiner Vergleich...

14. August (Tag meiner Abreise):
05:47 - 20:11 Uhr (Wien)
05:09 - 21:36 Uhr (Trondheim)
Da war ich noch im Vorteil!

26. Oktober (heute):
07:30 - 17:46 Uhr (Wien)
08:39 - 17:25 Uhr (Trondheim)
08:42 - 16:49 Uhr (Bodø; von dort fahren wir mit der Fähre auf die Lofoten)

Und um es noch deutlicher zu machen...

22. Dezember (Winterbeginn):
07:43 - 16:03 Uhr (Wien)
10:04 - 14:29 Uhr (Trondheim)

Wird spannend! Gut, dass ich eine Stirnlampe hab =) Danke nochmal!

Auf in den Norden!

Die letzten 1,5 Wochen war richtig viel los auf der Uni. Hab letzte Woche 3 Übungen abgeben müssen und diese Woche noch 2 Projekte. War dann schon ziemlich anstrengend, aber hoffentlich hat alles gepasst. Jetzt ist mal ein klein wenig Ruhe angesagt.

Das Wetter hat sich jetzt auch wieder etwas gebessert. Die letzten Tage war's wieder richtig warm (um die 10 Grad) und geregnet hat's auch fast nie. Leider soll sich das ab morgen dann wieder ändern.
Etwas ungünstig, weil wir in ca. 6 Stunden die nächste Reise antreten =)
Die üblichen Verdächtigen von unserem Stockwerk und noch ein paar andere aus unserem Studentenheim machen sich auf den Weg in den Norden. Insgesamt sind wir 14 Leute.

Ziel: die Lofoten =) 700 km mit dem Auto und eine vierstündige Fährüberfahrt entfernt
Rückkehr: ungewiss, aber hoffentlich in der Nacht von Montag auf Dienstag

Ich melde mich also ab.
Bis nächste Woche!

PS. Nächste Woche gibt's dann einen Bericht vom Hüttenwochenende im Schnee und von unserer Reise =)
PPS. Noch einen schönen Nationalfeiertag =) Die freien Tage vermiss ich hier schon ein wenig im Norden.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das liebe Wetter

Während in Österreich noch sommerliche Temperaturen geherrscht haben war in Trondheim schon lange Herbst. Inzwischen ist zu Hause der Herbst da und bei mir kommt schon bald der Winter ;-)

Die letzten Wochen lassen sich am besten als eine Mischung aus November und April beschreiben: Meist hat es zwischen 5 und 10 Grad untertags. Teilweise ist es nebelig und generell eher feucht. Mindestens einmal am Tag schüttet es wie aus Kübeln, aber auch die Sonne lässt sich immer wieder mal blicken. Sonst ist es bewölkt oder nieselt ein wenig. Und das ganze wiederholt sich mehrmals pro Tag.
Mein Highlight war innerhalb von einem 15 minütigen Spaziergang nach Hause: Regen, Sonne, viel Regen, Sonne.

Meine Winterjacke kommt auch schon immer regelmäßiger zum Einsatz - das erste Mal vor knapp 2 Wochen. Bei 2 Grad gab's keinen Ausweg mehr. Da hat es angeblich in den Wäldern um Trondheim auch schon geschneit. Generell gibt's aber noch keinen Schnee in Trondheim, aber lange brauchen wir wahrscheinlich nicht mehr darauf warten.

Das vergangene Wochenende haben wir wiedermal auf einer Hütte in der Einöde (auf 700 m) verbracht, wo schon Schnee gelegen ist :-) Da war es in der Nacht auch schon richtig kalt. Aber dazu später noch einmal mehr!

Schnee und strahlender Sonnenschein

Freitag, 7. Oktober 2011

Geirangerfjorden

Inzwischen ist es schon 3 Wochen her, dass wir einen Wochenendausflug Richtung Süden gemacht haben. Von 16. - 18. September ging's mit zwei Autos zum Geirangerfjord und Umgebung.

Die Reiseroute - ca. 1000 km
Start war am Freitag um 12 Uhr. Da man die norwegischen Straßen nicht unbedingt mit den österreichischen vergleichen kann haben wir genug Zeit eingeplant um von A (= Trondheim; in der Karte mit D gekennzeichnet) nach B (= Geiranger) zu kommen. Auf der E6, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Norwegens, darf man fast überall nur 80 km/h fahren - und im Ortsgebiet natürlich noch weniger. Da braucht man schon eine Weile um sein Ziel zu erreichen.
Wir sind die E6 südwärts gefahren und in Oppdal in Richtung Küste abgebogen. An verschiedenen Fjorden entlang gelangten wir dann nach 5-6 Stunden zu unserem ersten "Sightseeing-Punkt" - den Trollstigen.

Trollstigen
Der Trollstigen ist eine sehr bekannte Straße in Norwegen und durchaus sehenswert. Unsere beiden Autofahrer haben die Fahrt hinauf sehr genossen ;-) Oben angekommen gibt es eine Aussichtsplattform, von der man einen sehr schönen Blick auf die Straße und das gesamte Tal hat.

Von hier aus waren wir nur mehr (verhältnismäßig) wenige Kilometer und eine Fährüberfahrt von unserem eigentlichen Ziel entfernt. Geiranger selbst hat außer Tourismus nichts zu bieten und ist wirklich kein besonderer Ort. Der Fjord und die Umgebung sind allerdings wirklich wunderbar :-) Der Geirangerfjord gilt als einer der bekanntesten und schönsten Fjorde Norwegens.
Geirangerfjord
Um ca. 20 Uhr sind wir dann in unserer Hütte angekommen. Dann wurde gleich mal gekocht (süße und saure Palatschinken) und anschließend ein gemütlicher Abend genossen.

Am Samstag haben wir ausgiebig gefrühstückt und uns dann wiedermal ins Auto gesetzt. Ziel war der 25 km entfernte Aussichtspunkt Dalsnibba (auf 1500 m). Da das Wetter ausgezeichnet war haben wir befürchtet, dass auch sehr viele andere diese Idee haben werden. Wir waren aber dann bis auf 5 andere Leute alleine. Es war auch ziemlich windig und kalt. Und wir haben die ersten Fußspuren im Schnee hinterlassen können ;-) Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt - wie man vielleicht auf den Fotos erkennen kann!

Ausblick von Dalsnibba
Auf dem Weg zurück nach Geiranger haben wir noch bei einem sehr schönen See am "Fuße des Berges" (auf 1000 m) halt gemacht. Zum Baden war's zu kalt, aber bis zu den Knien sind wir trotzdem reingegangen ;-).
Anschließend sind wir in der Nähe unserer Hütte wandern gegangen. Vorbei an vielen Schafen ging's zu einem Wasserfall wo man sogar hinter den Wasserfall gehen hat können. Daniel, Willelm und ich sind dann noch nach Løstad (etwas nördlich von Geiranger) weitergewandert, während die anderen sich auf den Weg zurück zur Hütte gemacht haben. Von dort hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Fjord. Leider gibt's keine Fotos, weil der Akku der Digitalkamera ausgegangen ist.
Zurück in der Hütte haben wir uns Nudeln mit Sugo gekocht und den Abend mit etwas Bier und Kartenspielen ausklingen lassen.

Am Sonntag haben wir schon um 9 unsere Hütte verlassen und uns noch weiter Richtung Süden begeben. Letztes Ziel vor der Heimreise war der Jostedalsbreen Nationalpark, wo der größte Gletscher des europäischen Festlandes zu finden ist.
Mit dem Auto ging es nach Briksdal (Punkt C in der Karte) von wo aus wir dann zu Fuß zum Fuße des Gletschers gewandert sind. Leider sind wir nicht ganz bis zum Gletscher gekommen, weil die letzten Meter wegen Steinschlaggefahr gesperrt waren. Nichts desto trotz war es die Reise auf jeden Fall wert!

Am Fuße des Gletschers
Nachdem der Weg nach Hause weit war haben wir uns dann auch schon auf dem "schnellsten Weg" zurück nach Trondheim gemacht. Unterwegs in der norwegischen Einöde auf schmalen Straßen und teilweise Schotterstraßen ging es nach Dombås. Dort sind wir wieder auf die E6 abgebogen und durch das Dovrefjell (Nationalpark) zurück nach Oppdal und dann weiter nach Trondheim gefahren.

Zwischen Briksdal und Dombås hab ich sogar noch ein kleines Stück Heimat erlebt: Ein Ford Transit mit LL-Kennzeichen :-). Die Welt ist ein Dorf.

Die Reisegruppe: Willelm, Niels, Ich, Alizée, Daniel, Moritz, Marie und Bastian (v.l.n.r.)